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Da ist ein I in LGBT*I*Q – Vortrag + Workshop

4. Dezember @ 12:30 - 17:30

kostenlos
+++ english version below +++
 
In queerer Theorie und Praxis wird immer wieder das Akronym LSBT*QI verwendet. Das ‚I‘ wird nicht selten gerade in politischen Kontexten als ein Feigenblatt verwendet, ohne jedoch explizit die politischen Forderungen, Wünsche und Bedürfnisse von Inter* zu berücksichtigen. Während sich LGBT*Q auf Geschlechtsidentität oder Sexualität beziehen, ist die wortwörtliche Verhandlungsmasse politischer Auseinandersetzungen um Inter* ihr ohne Einwilligung medizinisch manipulierter Körper. Inter* können lesbisch, schwul, bi- oder pansexuell, trans[*], genderqueer sein – mit der Diagnose ‚intersexuell‘ hat das jedoch nichts zu tun. Eine einfache Subsumierung von Inter* greift damit zu kurz, die Forderungen von Inter*Aktivist_innen müssen angemessen in queerer Politik berücksichtigt werden.
 
Im Vortrag möchte ich zuerst noch einmal ins Gedächtnis rufen, was unter Inter* zu verstehen ist und dann auch mit Hilfe von Interviewausschnitten aus meiner Forschung meine Perspektive begründen, dass es wichtig ist, den medikalisierten, durch Pathologisierung und Zurichtung versehrten Körper als wichtiges Moment von Inter*Aktivismus explizit mitzudenken. Im zweiten Teil möchte ich eher Diskussionsimpulse geben als kontroverse Thesen aufstellen. Anhand von Beispielen aus dem Kontext der politischen Bemühungen um den dritten Geschlechtseintrag möchte ich eine Diskussion anregen, wie eine solidarische Zusammenarbeit (noch) besser funktionieren kann.
 
Dr._in Joris A. Gregor
 
Dr. Joris A. Gregor arbeitet am Institut für Soziologie der Universität Jena. Studium der Pädagogik, Geschlechterforschung und Philosophie an der Universität Göttingen. Für die Promotion 2014 wurde mit einer Biographieforschung Intergeschlechtlichkeit als bedeutende soziale Kategorie herausgearbeitet und die Rolle des Körpers in feministischer und queerer Theorie reflektiert. Im Anschluss daran beschäftigen Gregor aktuell insbesondere intersektional verschränkte Gehalte des Körperthemas und die Materialität von sexueller Aktivität in intimen Nahbeziehungen.
 
Die Teilnahme ist kostenlos, um Spende wird gebeten.
 
Da unsere räumlichen Kapazitäten begrenzt sind und auch für eine bessere Planung, bitten wir euch, bei Interesse eure Teilnahme verbindlich anzumelden unter: Radikaler_Regenbogen@posteo.de
Wünscht ihr eine Flüsterübersetzung ins Englische? Schreibt uns auch dann eine Mail.
 
+++ english version +++
 
In queer theory and practice the acronym LSBT*QI is used again and again. The ‘I’ is often used in political contexts as a fig leaf without explicitly considering the political demands, desires and needs of Inter*. While LGBT*Q refers to gender identity or sexuality, the literal mass of political argument about Inter* is its medically manipulated body without consent. Inter* can be lesbian, gay, bi- or pansexual, trans[*], genderqueer – but this has nothing to do with the diagnosis ‘intersexual’. A simple subsumption of Inter* does not go far enough; the demands of Inter*activists must be adequately taken into account in queer politics.
 
In this lecture I would like to recall what is meant by Inter* and then, with the help of interview excerpts from my research, justify my perspective that it is important to explicitly think of the medicalized body, damaged by pathologization and dressing, as an important moment of inter*activism. In the second part I would like to give discussion impulses rather than make controversial theses. On the basis of examples from the context of political efforts towards the third gender entry, I would like to stimulate a discussion on how solidarity-based cooperation can (still) function better.
 
Dr._in Joris A. Gregory
 
Dr. Joris A. Gregor works at the Institute for Sociology at the University of Jena. Studied education, gender studies and philosophy at the University of Göttingen. For her doctorate in 2014, a biographical research project was conducted to identify intersexuality as an important social category and to reflect on the role of the body in feminist and queer theory. Subsequently, Gregor is currently particularly concerned with intersectionally entangled contents of the body theme and the materiality of sexual activity in intimate close relationships.
 
Participation is free of charge, donations are requested.
Since our capacities are limited and also for better planning, we ask you to register under: radikaler_regenbogen@posteo.de Would you like a whispered translation into English? Write us a mail.

Details

Datum:
4. Dezember
Zeit:
12:30 - 17:30
Eintritt:
kostenlos
Veranstaltungskategorien:
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Website:
https://www.facebook.com/events/2482328311833076/

Veranstalter

Radikaler Regenbogen Weimar
Frauenzentrum Weimar e.V.

Veranstaltungsort

Frauenzentrum Weimar
Schopenhauerstr. 21
Weimar, 99423 Deutschland
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Weimar